Neurophysiologische

Funktionskreis Therapie

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Gamma2-Neuro-Muskeltechnik

Gamma2-Neuro-Muskeltechnik ist die einzige aktive, manuelle,
neurophysiologische Muskeltrainings- Muskelaktivierungs-Technik.
Diese Technik lässt sich nur mit Hilfe eines Therapeuten durchführen.

Hier finden Sie eine Beschreibung der Gamma2- Neuro-Muskeltechnik zum Download als PDF

Nach der manuellen Bestandsaufnahme des einzelnen Regelkreises,
aktiviert der Therapeut mit Hilfe der manuellen Gamma2-Neuro-Muskeltechnik,
und einer reflektorischen Atemtechnik nach Prof. Koblenzer, ganz gezielt
den momentan bestmöglichen physiologischen Sollwert in der Muskelspindel (intrafusal).

Mit der aktiven Gamma2- Neuro-Muskeltechnik werden die Muskelfasern
biochemisch und elektrisch von Überladungen, von Stoffwechselschlacken befreit.
Dieser "Müll" verhindert die optimale Funktion des Muskels.

Gamma2. reziprok

Die Gamma2- Neuro-Muskeltechnik aktiviert, dehnt und reaktiviert die Muskeln, sowohl nach traumatischen Ereignissen, als auch bei neurologischen Störungen, sowie im Sport und Fitnessbereich.

Patient und Therapeut bemerken sofort, während des Trainings spürbar, wie die Muskeln gekräftigt werden.

 
 
reziproke Gamma2-Neuronen-Technik der oberen Extremität

 

Neuromuskuläre Kontrolle

Motoneurone kontrollieren die Aktivität von Muskelfasern

Die Übertragung von neuronalen Signalen auf Muskelfasern wird von speziellen Nervenzellen, den Motoneuronen, durchgeführt. Die somatischen Motoneurone der Vertebraten haben einen multipolaren Zellkörper, der im ventralen Horn des Rückenmarks liegt. Bei Nichtvertebraten sind die somatischen Motoneurone meist unipolare Neurone mit einem dünnen Neurit, der den Zellkörper mit dem dendritischen Bereich verbindet.
Bewegungwird durch motorische Systeme erzeugt. Motorische Systeme übersetzen neuronale Aktivität in mechanische Energie, indem sie in präziser Weise die Aktivierung von Muskeln kontrollieren.
Im Bemühen motorische Kontrollsysteme zu verstehen, wurde schon früh versucht, die Grundbausteine, aus denen sie aufgebaut sind, aufzudecken. Die Reflexverschaltung kann in vielerlei Hinsicht als ein solcher Grundbaustein angesehen werden.
Streckreflexe kontrollieren und koordinieren die Aktivität somatischer Muskulatur.Die sensorischen Endigungen der Ia-Afferenzen liegen eingebettet in den intrafusalen Muskelfasern der Muskelspindeln. Diese intrafusalen Muskelfasern werden oft durch Gamma-Motoneurone innerviert. Eine Aktivierung der Gamma-Motoneurone bewirkt eine Kontraktion der intrafusalen Muskulatur und zwar an den beiden Enden der Muskelspindel. Dies führt zu einer Dehnung der mitten in der Muskelspindel angebrachten Dendriten der Ia-Afferenzen und damit zu ihrer Erregung.


 

Motoneuron:

letztes Neuron in der efferenten Innervation der Skelettmuskulatur.


Besteht aus einer Ganglienzelle im Vorderhorn des Rückenmarks (bzw. in Hirnnerven) u. dem Neuriten, der die Nervenzellen innerviert.
Die Neuriten der spinalen Motoneurone gehen an Muskelfasern: die der (größeren) a-Motoneurone an extrafusale (Skelettmuskel-)Fasern, an denen sie motorische Endplatten bilden.
Die der kleineren y-Motoneurone enden an intrafusalen (in Muskelspindeln gelegenen) Muskelfasern.
Sämtliche Nervenfaser-Typen stehen unter dem Einfluss vieler Kerne des Zentralnervensystems u. bilden damit die „gemeinsame Endstrecke“ der motorischen Leitungsbahn.
Die a-Motoneurone geben ferner Kollateralen ab an rückläufig zu Motoneuronen leitende Renshaw-Zellen, die hemmend-modulierend in die Bewegungsabläufe eingreifen.
Die Zellkörper (= Perikaryen) der a-Motoneurone erhalten über Synapsen sämtliche erregenden u. hemmenden Impulse des zentralen Nervensystems (höhere motorische Hirnzentren), welche über motorische Leitungsbahnen (Pyramidenbahn; EPS-Bahnen) direkt oder über Zwischenneurone an sie herangeleitet werden. Ferner nehmen die Perikaryen der a-Motoneurone Signale auf, die aus der Peripherie stammen, v.a. aus den von y-Motoneurone innervierten Muskelspindeln („Konvergenz der Erregungen“).
Die motorischen Impulse führen bei Überleitung zu einer Kontraktion der Muskelfasern des Skelettmuskels. Diese Kontraktion ist eng gekoppelt an die Funktion der y-Motoneurone deren Neuriten y1- u. y2-Nervenfasern) zu in der Muskelspindel gelegenen Fasern verlaufen, die als Empfindlichkeitsregler ebenfalls von zentral her zur Kontraktion angeregt werden. Dadurch werden (wie dies auch bei ihren passiven Längenänderungen der Fall ist) sensible Rezeptoren der Muskelspindel erregt, u. der entsprechende Impuls wird – z.T. über den Eigenapparat des Rückenmarks – an a-Motoneurone geleitet. Dort bahnt er weitere Impulse und ist so (als „Servomechanismus“) am Kontraktionsgeschehen beteiligt.
Das Motoneuron dessen Neuriten ein Element des gemischten peripheren Nervs bilden, hat auch trophische Funktionen für die Muskeln: Schädigung der a-Motoneurone führt zu spinaler Muskelatrophie, Störung der aus der Spindel kommenden Impulsleitung zu Ataxie.